RAW vs. OCB: Kampf der Papers Titanen?

Wenn zwei Marken immer wieder im selben Atemzug genannt werden, dann RAW und OCB. Beide gehören zu den bekanntesten Namen im Regal, beide haben eine treue Anhängerschaft, und bei beiden fragt man sich als Einsteiger: Welche passt eigentlich zu mir? Die ehrliche Antwort vorweg: Es gibt kein pauschales Besser oder Schlechter, sondern nur ein Besser-für-dich. Wir stellen dir beide Marken gegenüber, damit du am Ende nach deiner eigenen Vorliebe entscheiden kannst. Beide findest du bei uns im Shop, du kannst also direkt zu RAW oder OCB springen, wenn du schon weißt, wohin die Reise geht.

RAW im Überblick

RAW ist die vergleichsweise junge, aber enorm einflussreiche Marke der beiden. Gegründet 2005 von Josh Kesselman und produziert in Spanien, hat RAW den Trend zum ungebleichten, naturbraunen Papier maßgeblich mitgeprägt. Was uns im Alltag immer wieder auffällt: Wer einmal RAW gedreht hat, erkennt die Blättchen später blind wieder, und zwar am eingeprägten Wasserzeichen, dieser feinen Kreuzstruktur im Papier. Sie ist nicht nur Deko, sondern soll den Abbrand ruhiger und gleichmäßiger machen. Die Papers sind dünn und haben eine leicht raue Oberfläche. Das fühlt sich beim ersten Mal ungewohnt an, gibt dir beim Rollen aber spürbar mehr Grip, was viele nach kurzer Zeit nicht mehr missen möchten.

Das Wichtigste: 
gegründet 2005 · Produktion in Spanien · ungebleicht & naturbraun · Kreuz-Wasserzeichen · leicht raue Oberfläche mit Grip

OCB im Überblick

OCB ist der Klassiker mit der längeren Geschichte: Die französische Marke entstand 1918, der Name steht für Odet-Cascadec-Bolloré und verweist auf die alten Papiermühlen und die Gründerfamilie. Bis heute wird in Frankreich produziert. In der Praxis ist OCB das, wozu wir Einsteigern am häufigsten raten, wenn sie noch unsicher beim Rollen sind: Die Blättchen sind easy-to-use. Der zweite Grund für die Beliebtheit ist die Auswahl und Vielfalt. Welche das im Einzelnen sind siehst du in der OCB Papers Sortenübersicht.

Das Wichtigste: 
seit 1918 · Produktion in Frankreich · viele Linien (Premium, Virgin, Organic Hemp, Ultimate) · glatt & einsteigerfreundlich · Gummi arabicum als Kleber

RAW vs OCB: Handling

Der spürbarste Unterschied im Alltag ist das Rollgefühl und genau hier trennen sich die beiden am deutlichsten. RAW-Papers haben durch die naturbelassene Oberfläche eine leicht griffige Textur. Das Papier "klebt" beim Rollen etwas an sich selbst, was vielen hilft, weil es weniger wegrutscht, sich aber ungewohnt anfühlen kann, wenn man vorher glattere Blättchen gewohnt war. OCB dagegen ist tendenziell glatter und gleichmäßiger verarbeitet, was das Einrollen besonders für Anfänger angenehm berechenbar macht.

Wenn dir Grip und ein Papier, das beim Rollen "mitarbeitet", wichtiger sind, fühlst du dich bei RAW oft wohler. Magst du es glatt und unkompliziert, spricht das eher für OCB. Das ist keine Frage von Qualität, sondern von Gewohnheit und Handhabung.

Das Papier

Auch bei der Dicke unterscheiden sich die Marken. OCB deckt eine besonders große Spanne ab, von den bekannten dünnen Premium-Blättchen bis hin zu extrem leichten Papieren, die kaum noch etwas wiegen. Wer gern experimentiert und die Stärke gezielt wählen möchte, hat hier viel Spielraum. RAW bewegt sich schwerpunktmäßig im dünnen, naturbelassenen Bereich und setzt weniger auf extreme Stärkenvarianten, dafür auf ein konsistentes Papiergefühl über die Linien hinweg.

Wer generell wissen möchte, wie sich unterschiedliche Papier-Grundmaterialien wie Hanf oder Reis auf Geschmack und Handling auswirken, unabhängig von der Marke, findet einen ausführlichen Überblick in unserem Vergleich von Hanfpapier und Reispapier.

Welches Format und welche Stärke grundsätzlich zu deinem Drehstil passen, ist ein Thema für sich. Falls du dir da noch unsicher bist, hilft dir unser Format-Guide zu Long- und Shortpapers weiter.

RAW und OCB auf einen Blick

RAW OCB
Typisches Papier Ungebleicht, naturbraun Von gebleicht (Premium) bis ungebleicht (Virgin)
Papierstärke Schwerpunkt dünn, konsistent Breite Spanne, bis sehr leicht
Oberfläche / Handling Leicht rau, viel Grip Glatt, einsteigerfreundlich
Erkennungszeichen Kreuz-Wasserzeichen im Papier Premium mit schwarzem Heftchen & Hologramm
Klebekante Natürlicher pflanzlicher Klebstoff Gummi arabicum (pflanzlich)

Was schmeckt man eigentlich?

Der geschmackliche Unterschied ist feiner, als viele erwarten, aber er ist da. RAW bringt durch die ungebleichten Naturfasern eine dezent natürliche, leicht erdige Note mit. OCB hält sich je nach Linie zurück: Die dünnen Premium-Papers schmecken sehr neutral, während die ungebleichte Virgin-Reihe ebenfalls etwas Eigencharakter zeigt. Grundsätzlich gilt: Je dünner und ungebleichter das Papier, desto weniger legt es sich zwischen dich und den Inhalt.

Praxis-Tipp

Wenn du unsicher bist, kauf einfach von jeder Marke ein Heftchen und dreh dieselbe Menge damit. Nach zwei, drei Blättchen merkst du meist ziemlich schnell, welche Textur dir besser in der Hand liegt. Das ist günstiger und aussagekräftiger als jede Theorie.

Für wen welche Marke?

Am Ende läuft es auf zwei einfache Fragen hinaus, nämlich wie du rollst und wie viel Auswahl du willst:

RAW passt zu dir, wenn du auf Natürlichkeit stehst und dich mit dem unbehandelten, naturbelassenen Look identifizierst. Die raue, ungebleichte Optik hat fast etwas Rebellisches, ein bewusstes Statement gegen glattpolierte Massenware, dazu passt auch der Grip beim Rollen, auch wenn er am Anfang etwas ungewohnt ist.

OCB passt zu dir, wenn du es lieber unkompliziert und vielseitig magst. Der französische Klassiker wirkt aufgeräumt und einsteigerfreundlich, mit verschiedenen Stärken und Linien zum Durchprobieren, bis du deinen Favoriten gefunden hast.

Fazit

RAW und OCB sind beide zu Recht so beliebt, sie sprechen nur unterschiedliche Vorlieben an, vor allem beim Rollgefühl und bei der Auswahl an Stärken. Das Schöne ist: Du musst dich nicht für immer festlegen. Probier beide aus und schau, was dir besser liegt. Zu den Sortimenten geht es direkt bei RAW und OCB, und die gesamte Auswahl findest du bei unseren Papers.

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